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Ach übrigens, heute abend gibt es neue Dittsche-Folgen. WDR, 23.15 Uhr. Das perlt!

In der World of Warcraft gibt es so einige Dinge, die die Doktorin zum Schmunzeln bringen, und das muss nicht immer ein gekillter Instanzboss sein, der epische Beute verspricht. Oft sind es die kleinen Erfolge (also zur Wiederholung: Der einzige Nutzen von Erfolgen ist es, dass es „bling!“ macht, wenn man sie erzielt, und im besten Fall gibt’s nen Glückwünsch von den Gildenkollegen, ansonsten haben die weder Sinn noch Zweck, aber hey, sie bringen Punkte! Richtig, diese Punkte wiederum haben ebenfalls weder Sinn noch Zweck, aber hey, man kann davon mehr als andere haben!), die den WoW-Alltag versüßen.

Wie lustig das sein kann, versucht die Doktorin jetzt mal nicht-WoW-Spieler-freundlich zu erklären. Also. In Naxxramas, der Einstiegs-Raidinstanz für Stufe-80-Charaktere gibt es einen Boss namens Heigan. Heigan ist ein relativ einfacher Boss. Er hat keine großartigen Fähigkeiten, seine Haue ist gut wegzuheilen und die Krankheit, die er ab und an verteilt, lässt sich hervorragend entfernen (insbesondere, wenn man so ein tolles Totem dafür hat wie ein Schamane, aber darum soll es hier ja nicht gehen…). Nur einen klitzekleinen Nachteil hat der Kampf gegen ihn. Heigan zwingt die Raider zum Tanzen – nämlich um die Giftsäulen herum, die er aus dem Boden spritzen lässt. Keine Ahnung, wer für das Laufen die Assoziation Tanzen hatte, aber wer mehr wissen möchte, dieses Video verdeutlicht das Prinzip recht gut.

Sieht ja alles ganz einfach aus, oder? Einfach nur bisschen rumlaufen und aufpassen, dass einen keine Giftsäule trifft. Okay. Die Doktorin verrät jetzt ein Geheimnis: Damit sind schon recht viele Spieler überfordert. Nicht umsonst bietet die WoW-Sprache die humorvollsten Ausdrücke für Spieler, die nicht aus solchen Effekten herauslaufen können: Bewegungslegastheniker, Movement-Günther, Movement-Krüppel, Brain-AFKler und vieles weiteres mehr. Aber nicht dass die Doktorin hier als die Klugscheißerin rüberkommt, die sie ist. Auch sie musste das natürlich erst mal schmerzhaft am eigenen Charakter-Leib erfahren, wie schnell man tot ist, wenn man in so eine Säule läuft. Weniger deshalb weil das Gift einen sofort killt, sondern viel eher, weil man dann ausm Takt ist, und somit vermutlich die nächsten ein bis acht Säulen auch noch mitnimmt, und das killt einen dann garantiert. Ist eine reine Übungssache, und Videos wie das obige sind dabei sehr hilfreich. Wenn man die Augen aufmacht, klappt das eigentlich ganz gut, wenn man nicht gerade nebenbei noch was anderes macht oder sonstwie abgelenkt ist. Zur Zeit, als die Doktorin noch selbst Raids leitete, pflegte sie zu Leuten, die den Kampf noch nie gesehen hatten, zu sagen: „Du stirbst sowieso.“ Fanden die zwar nie lustig, stimmte aber immer.

Nun ja, man stelle sich jetzt einen Raid von 25 Leuten bei Heigan vor, und es geht ab ans Tanzen. Normalerweise sind vor der ersten Tanzphase für alle (am Anfang tanzen nur die Nahkämpfer und die Fernkämpfer stehen chillig auf nem Podest und lachen über die Honks, die ins Gift laufen, aber psst, nicht den Nahkämpfern sagen…) schon mal 1 bis 3 Leute tot (je nach Nahkämpfer-Anteil). Nach der ersten Tanzphase für alle dann noch mal 5. Und so weiter. ABER: Sollte man es schaffen, dass niemand (also NULL von 25 Leuten) stirbt beim Kampf gegen Heigan, dann gibt es einen heißbegehrten Erfolg! Den darf schon seit einer ganzen Weile auch die Doktorin ihr eigen nennen. (Die Raidleiterin meinte damals, die Tatsache, dass an dem Tag dem Raid nur 21 Leute statt 25 beiwohnten, habe den Erfolg erleichtert… Aber das ist vielleicht etwas böse. ) So ähnlich sieht  das dann aus, wenn es „bling!“ macht (bloß halt mitten auf dem Bildschirm):

safetydance

Wie heißt also dieser Erfolg, zumindest auf dem englischen Client? „Safety Dance“. Abgesehen davon, wie treffend das ist, hat die Doktorin zufällig neulich das Video dazu gefunden, und das ist ja mal sowas von genial! Damit also nun alle den Ohrwurm haben und nicht nur die Doktorin (und damit die geneigte Leserschaft auch mal das Spaß- und nicht nur das Suchtpotenzial in WoW kennen lernen darf ;)):

Jaja, die geneigte Leserschaft hat es sicher durchschaut: Eigentlich brauchte die Doktorin nur einen Aufhänger für das geniale Video!😉

Die erste mittelschwere Pleite der Serien-Saison ist wohl „Defying Gravity“. Die Space-Serie um eine Raumfahrt-Mission quer durch unser Sonnensystem mit Ron Livingston wurde nach 8 (von 13) Folgen erst einmal auf Eis gelegt.

Die Doktorin hat sich das Ganze erst jetzt (also praktisch am Stück) angesehen. Sie findet es ein wenig traurig, dass die Serie offenbar nicht den gewünschten Erfolg hatte. „Grey’s Anatomy in Space“ liest man öfter im Zusammenhang mit „Defying Gravity“, und zugegeben, wenn die Doktorin die Mannschaft für eine solche Mission aussuchen müsste, würde sie sicherlich nicht unbedingt Menschen losschicken, die so verqueere Beziehungen untereinander haben und man fragt sich auch gelegentlich, ob das nun ein Model-Casting oder ne Astronauten-Schule ist, aber trotzdem wird diese flapsige Bezeichnung der Serie nicht ganz gerecht. (Ach übrigens, wer sich wie die Doktorin fragt, woher man bloß die blonde Tussen-Astronautin kennt, es ist Marie Warner aus einer früheren 24-Staffel, die durchgeknallte Schwester von Kate Warner…)

Neben einigen mal mehr, mal weniger interessanten Ausflügen in die charakterformende Vergangenheit unserer Astronauten-Freunde bietet die Show handfeste Mystery-Elemente, die zumindest der Doktorin sehr gut gefallen. Es gibt auf dieser Mission nämlich noch eine weitere Komponente, deren Identität sich nur sehr, sehr langsam enthüllt. Das ist vermutlich auch der Grund, wieso die Show nicht auf uneingeschränkte Begeisterung gestoßen ist. Das Geheimnis um „Beta“ entsteht bereits langsam und entwickelt sich noch langsamer weiter. Außerdem soll die Mission 6 Jahre dauern, und die Doktorin sagt mal so: Nach 9 Folgen sind die Astronauten noch nicht mal bei der Venus angekommen. Jede Season ein Planet? Hm, das wäre aber eine wirklich langfristige Planung. Natürlich braucht eine so sorgfältige und auch zum Großteil gelungene Charakter-Einführung ihre Zeit, aber etwas mehr Tempo (Hallo, es spielt im Weltraum!! Mehr Action bidde!!) hätte der Serie bestimmt nicht geschadet.

Trotzdem hofft die Doktorin, dass die Ausstrahlung der Serie fortgesetzt wird. Nun will sie aber auch wissen, was auf der Venus passiert.

Ach ja, gibt es etwas Schöneres als Vorfreude? Vermutlich nicht.

Dr. T. Le Vision hat sich heute nachmittag mal genaustens die Herbst-Serien angeschaut und hat bemerkt, dass besonders ein Termin sich nähert, auf den sie sich schon seeeeeehr lange freut, weil die letzte Begegnung mit der Serie schon viel zu lange her ist. Deshalb hat sie dann auch gleich noch mal zur letzten Staffel „Curb Your Enthusiasm“ gegriffen. Es ist wirklich jedes Mal wieder erstaunlich, wie witzig diese Serie ist.

Ab dem 20. September geht es auf HBO mit der nächsten Staffel weiter, und die Doktorin freut sich schon wie bescheuert darauf. Das wird garantiert pretty pretty pretty pretty pretty good.

Abgesehen davon startet nächste Woche ja auch „Flash Forward“, was so von den Krachbumm-Effekten her ganz nett aussieht. Die Story klingt aufregend (die Welt steht still und alle Menschen können kurz in ihre eigenen Zukunft blicken – oder so) und verspricht im Gegensatz zu CSI-Abklatschen wie „The Forgotten“, wo jede Woche irgendwas ermittelt wird, ein langfristiges Vergnügen zu werden.

Ach ja, und Grey’s Anatomy geht weiter… Das fällt aber dann doch eher in die Kategorie „Guilty Pleasures“…

… das ist der doktörliche Schamane. Ihr ganzer Stolz sozusagen.😉

schamane

Es ist natürlich ein Taure, weil männliche Tauren einfach das allercoolste sind. Tauren sind total im Einklang mit der Natur, deshalb rennen sie auch nie, sondern joggen höchstens gemächlich. Tauren sehen knuffig aus, wenn sie sitzen, und obercool, wenn sie tanzen. Ein Taure strahlt Sicherheit aus, und die ganze Gruppe fühlt sich dann wohl – nur durch die bloße Anwesenheit eines Tauren! Einen Nachteil haben männliche Tauren allerdings: In Hose sehen sie bescheuert aus, unter uns gesagt. Besonders wenn sie noch große Schulterstücke tragen. Aber glücklicherweise hat der doktörliche Taure seit einer Weile das Set-Brustteil aus T 8,5, und das verdeckt die Hose. Puh!

Wenn der doktörliche Schamane viel Zeit hat, dann geht er gern angeln, und wo angelt er am liebsten? Auf einer kleinen Insel im Sholazarbecken. Auf dieser Insel gibt es eine Luke, und auf der Luke stehen merkwürdige Zahlen… Aber seht selbst:

lost1

Manchmal rettet er auch Tierbabys vor fiesen Jägern und unterstützt damit die Tierschutz-Organisation D.E.H.T.A. (Druids for the Ethical and Humane Treatment of Animals).

tierretter

Generell kann man sagen, dass er gern mit „coolen“ Tieren abhängt.

pinguin

Und ansonsten, wenn er gerade nicht Ulduar fiese Verrückte bekämpft, steht er natürlich wie alle anderen auch nutzlos in Dalaran, der Hauptstadt Nordends, herum und wartet, dass was passiert.

dalaranchillen

Dalaran ist zwar architektonisch nicht wirklich so der Geschmack der Doktorin (und auch ihr Taure würde wohl eine indianischere Bauart bevorzugen), aber es hat schon was, so über den Dächern von Dalaran.

dalaran

(Und ja, das ist der Albinodrache, den man bekommt, wenn man 50 Reittiere gesammelt hat. Den findet die Doktorin toll!) Wenn man in Ulduar selbst Langeweile bekommt, kommt so etwas dabei heraus, Laserstrahlen auf Bosse, tztztz. Hübscher Garten übrigens, oder?

freyasgarten

Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich schon mal ehrfürchtig in Eiskrone umzusehen, dem Gebiet, das die Heimat des Oberbösewichts, des Lich Kings, ist. Ziemlich furchterregend…

eiskrone eiskronenzitadelle

Tja, und so sieht es aus, wenn man vor lauter Fotos machen vergisst, das man in der Luft auf seinem Drachen fliegt und aus Versehen absitzt… (Oh nein, die Doktorin sieht ja jetzt erst, dass da noch wer auf dem Bild ist.. Der hat das bestimmt gesehen und sich schrottgelacht.)

tot

Aber keine Sorge, als Schamane kann man sich einfach wiederbeleben und muss nicht erst umständlich zu seiner Leiche wandern. Wenn’s mal zu frustrierend wird, dann bleibt einem wie im echten Leben noch der Ausweg Alkohol. Feiert man mit einer Menge Ogern, dann sieht das schnell mal so aus.

oger1 oger2

So, das war mal ein kleiner Einblick in das WoW-Leben. Die Doktorin hofft, dass das Fotoalbum gut ankommt.🙂 Und ach ja, der Name des Schamanen bleibt absichtlich unerwähnt. Google und Paranoia und so.😉

So, ob die geneigte Leserschaft das nun möchte oder nicht, die ein oder andere WoW-Story muss hier schon mal drin sein.😉

Diese Woche hat die Doktorin mit ihrer Gilde nämlich ein paar sehr coole Sachen geschafft. Zum einen lag nach 3 Wochen endlich mal der Endboss der aktuellen Raidinstanz Ulduar, Yogg-Saron. Yogg-Saron ist übrigens der Gott des Todes, und der Kampf ist ziemlich beeindruckend. (Nach einer Weile hat man die Zeit, dort auch mal genau hinzuschauen…) Die gesamte Instanz Ulduar ist ein Gefängnis, das nur dazu dient, Yogg-Saron von der Welt fernzuhalten. Leider ist Yogg sehr mächtig und hat so seine Wächter korrumpiert. Die Wächter muss man also nicht wirklich töten, sondern nur ziemlich weit runterkloppen, bis sie wieder „lieb“ werden. Aus lauter Dankbarkeit helfen die Wächter einem dann im Kampf gegen Yogg mit verschiedenen Stärkungen. Ist man nun endlich bei Yogg angelangt, sieht man nur eine Frau in der Mitte einer runden Raumes, um die Wolken wabern. Die Frau ist uns freundlich gesinnt, also nicht angreifbar. Betritt man jedoch den Raum, kommen aus den Wolken böse Wächter, die explodieren, wenn sie sterben. Folglich zieht man diese Wächter kurz vor ihrem Ableben zur Frau in der Mitte, die durch die Explosion Schaden erleidet. Noch feuert sie uns an, aber sobald ihr Lebensbalken auf Null gesunken ist, enthüllt sie ihre wahre Gestalt: Sie ist Yogg-Saron! Und der sieht aus wie… hm… wie eine fleischfressende Pflanze ohne Stiel oder so. Yogg-Saron beginnt nun damit, lauter Tentakel im Raum erscheinen zu lassen, die lustig herumwirbeln und Schwächungszauber auf uns verteilen. Dabei brüllt er recht beeindruckend: „Bow down before the God of Death!“ Das ist die beste Stelle im Bosskampf! (Da die Doktorin hier niemandem ein ganzes Kill-Video zumuten möchte: Hier gibt’s nen Audio-Eindruck vom Kampf, da kommt das schon ganz gut rüber.)

Nun ist man also damit beschäftigt, sich nicht von den Tentakeln fangen oder verprügeln zu lassen. Als Schamane (den die Doktorin spielt) muss man zudem noch Flüche, Gifte und Krankheiten von den Mitspielern entfernen, die die bösen Tentakel dauernd verteilen. Lustig wird es, wenn plötzlich Portale in Yogg-Sarons Gehirn erscheinen. (Ja, richtig, in sein Gehirn.) Leider (oder zum Glück?) war die Doktorin da noch nie drin, aber dort erscheinen dann Visionen von früheren WoW-Szenen – die sich bei näherem Hinsehen bzw. beim Angreifen allerdings als weitere Tentakel erweisen. Sind alle Tentakel umgehauen, gelangt man zu Yoggs Gehirn und kann dem ordentlich wehtun! Jedoch muss man früh genug wieder den Gehirnraum verlassen, ansonsten werden da drin nämlich alle verrückt. Das ist ein weiterer lustiger Effekt (außer allein schon der Tatsache, dass man in Gehirn-Gruppe oder Tentakel-Gruppe eingeteilt wird, das ist ein bisschen wie im Kindergarten früher die Hasen-Gruppe und die Schmetterling-Gruppe, nur bizarrer), den Yogg ja schon mit seinen Wächtern gemacht hat. Man wird im Laufe des Kampfes nämlich verrückt – es gibt eine „Sanity“-Anzeige, und wenn die bei Null ist, geht man unkontrolliert auf seine (ehemaligen) Kameraden los. Zum Glück kann man die Sanity aufladen zwischendurch – sofern man immer brav drauf achtet. Hat man das Hirn jedenfalls erst einmal auf 30% Leben runtergekloppt und bekommt man es dann hin, sich an einem Fleck zu sammeln und die Tanks richtig, richtig dolle zu heilen, dann liegt Yogg-Saron auch schon. (Jo genau, und weil das so einfach ist, wie’s klingt, hat es auch nur 3 Wochen gedauert…)

Also kurzum: Wuhu! Die Doktorin hat endlich den Endboss von Ulduar gelegt! (Nun gut, es gibt  noch einen endigeren Endboss, aber der ist was für echt krasse Gilden.) Beweis:

yoggdown

Anschließend, weil der Raid so gut lief an diesem Abend, wurde noch etwas angehängt, was eigentlich schon längst fällig war. Sartharion mit 3 Drachen. Sartharion ist ein gefühlter 105 Quadratkilometer großer Drache, der auf einer Insel inmitten von Lava wohnt, wenn man das Wohnen nennen kann. Möchte man sich mit ihm anlegen, dreht man erst eine Runde um die Lavainsel und beseitigt dort alle möglichen Patrouillen – und seine 3 Geschwister-Drachen. Lässt man diese Geschwister-Drachen allerdings am Leben, greifen sie nacheinander in den Kampf mit Sartharion ein. Außer dass ihre bloße Anwesenheit den im Grunde sehr simplen Kampf verkompliziert, wirken sie auch noch blöderweise verschiedene Stärkungszauber auf ihren großen Bruder und haben zu allem Überfluss auch noch eigene Fähigkeiten, die man beachten muss. Richtig lustig wird der Kampf aber erst dadurch, dass der dicke Drache die Lava rund um seine Insel in regelmäßigen Abständen zum Überschwappen auf die Insel bringt – da muss man immer ganz schnell weglaufen. Noch schneller weglaufen muss man nur aus den sogenannten Twilight Fissures, das sind kleine blaue wirbelnde Löcher, die die fiesen Geschwisterdrachen reihum unter den Spielern erscheinen lassen. Stirbt man in so einem Teil, ist man zurecht der Spott des ganzen Raids! (Ja, na klar ist das der Doktorin auch passiert ;))

Es gibt einen Erfolg (das macht dann „bling“ aufm Bildschirm, wenn man einen Erfolg erreicht, und es gibt Punkte, für die man sich nichts kaufen kann oder sonstirgendwas damit anfangen kann außer sie schlichtweg zu sammeln) namens Zwielichtzone (also Twilight Zone halt), wenn man Sartharion mit seinen Geschwistern besiegt und einer aus dem Raid bekommt einen cool aussehenden Zwielichtdrachen (natürlich kein Würfelglück für die Doktorin). Zwielicht wohl deshalb, weil die Geschwisterdrachen allesamt Portale in eine Parallelwelt öffnen, aber das ist ehrlich gesagt nur die Vermutung der Doktorin. Das einzig Blöde ist, dass es eigentlich heute nicht mehr so furchtbar cool ist, das geschafft zu haben. Im Grunde hat man momentan schon viel bessere Ausrüstung als die Raids, die das noch vor Ulduar geschafft haben – aber egal. Der Kampf wird nach Ansicht der Doktorin ohnehin nicht vom Equipment entschieden, sondern vor allem durch die Raidkoordination und Aufmerksamkeit der einzelnen Leute – was zugegebenermaßen bisher immer ein wenig fehlte. Vielleicht war es einfach der richtige Tag an diesem Tag – ist auch egal. Einzig und allein zählt, dass der Schamane der Doktorin nun den Titel „Zwielichtbezwinger“ oder dank kürzlich auf englisch umgestelltem Client „Twilight Vanquisher“ trägt. Ist das nicht obertoll?

twilightzone

Die Doktorin hat einen kleinen Schatz entdeckt, als sie kürzlich unverhofft eine Stunde in einem Buchladen überbrücken musste. Der Schatz heißt „Naiv. Super.“ von Erlend Loe.

Das Buch stammt offensichtlich schon aus dem Jahr 1996, hat aber an Aktualität eigentlich nichts eingebüßt. Im Gegenteil. Eigentlich kommen der Doktorin die Themen sogar noch aktueller vor, was aber daran liegen könnte, dass sie 1996 halt noch nicht Mitte 20 (langsam Ende 20…) war. Im Grunde geht es in dem Buch um einen Typen, der gegen seinen älteren Bruder beim Krocket verliert und daraufhin plötzlich „das Gefühl, dass alles einen Zusammenhang hat und dass am Ende alles gut wird“ verliert.

Was tut er also? Er schmeißt sein Studium, zieht in die kurzfristig leerstehende Wohnung seines Bruders und fertigt die absurdesten Listen an. Denkt viel über seine Kindheit nach. Besinnt sich auf die Freuden aus der Kindheit – und geht ihnen hemmungslos nach. Ha, die Doktorin verfällt auch schon in den kurzen, zwar leicht lesbaren, aber nicht unbedingt leicht erfassbaren Stil des Buches. Kurze Sätze, simple Sätze, wie sorgfältig beschränkte Gedanken prägen das Buch. Denn zu viel und zu kompliziert denken verursacht nur Panik.

Tja, die Doktorin ist sich zwar immer noch nicht sicher, ob die Dinge einen Zusammenhang haben und ob am Ende alles gut wird. Aber das Buch stimmt im Endeffekt schon versöhnlich, auch wenn die Doktorin sich beim Lesen so manches Mal nahezu ertappt gefühlt hat, so ähnlich sind die Gedankengänge des Ich-Erzählers mit ihren mitunter. Ein erfrischendes Buch, irgendwie, das gleichzeitig depri und freudig ist. Vielleicht kauft die Doktorin demnächst mal ein Hämmerbrett. Denn manchmal sind die einfachen Freuden die besseren.

„Naiv. Super.“ ist optimal für Leute, die nicht gern dicke Bücher lesen, die sich von einfachen Sätzen nicht vorgaukeln lassen, dass ihr Inhalt einfach ist, und die nicht allein dadurch schon glücklich sind, dass die Sonne scheint.

del.icio.us

September 2016
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